Männerchor fehlen Sänger.
GRENZACH-WYHLEN. Der älteste Verein in
Grenzach, der Männerchor, wird von Jahr zu Jahr kleiner: Erneut hat sich durch
Tod und durch Erkrankung der Mitgliederbestand verringert. So sind derzeit nur
noch 33 Aktive und 170 Passive in der Mitgliederkartei.
Der Vorsitzende, Fritz Gerbel, der schon seit Jahren den Rückgang mit
sorgenvoller Miene verfolgt, stehen die Zeichen für den Fortbestand auf "rot".
Es wäre für ihn ein Schreckensszenario, wenn er als Vorsitzender den Verein
mangels Mitglieder auflösen müsste. Noch ist es nicht so weit, wie der Rückblick
auf das gut verlaufene zurückliegende Jahr zeigte. Doch in den einzelnen Stimmen
wird die Besetzung immer geringer. Entsprechend der guten Zusammenarbeit mit dem
Gesangverein Frohsinn Wyhlen, der ebenfalls vor diesen Problemen steht, konnte
man sich bei einzelnen Anlässen durch Gastsänger verstärken. "Doch eine Lösung
ist das nicht", so Gerbel bei der Mitgliederversammlung. So erging erneut sein
Appell an alle Mitglieder, intensiv Bekannte und Freunde anzusprechen und für
den Gesang zu werben.
Dass neben dem wöchentlichen Proben und den gesanglichen Anlässen es auch sehr
gemütlich im Chor ist, bekunden diese, die im zurückliegenden Jahr ihren
Höhepunkt mit dem fünftägigen Aufenthalt in Pietrasanta und dem Konzert mit dem
Coro Versilia und dem Domchor hatten.Guten Zuspruch fand auch die Jahresfeier
unter Mitwirkung des Gesangvereins Eintracht Binzen. Insgesamt fanden 43
Chorproben statt, die mit 87 Prozent auch einen guten Zuspruch fanden. Wein gab
es für die auswärts wohnenden Sängerkollegen Hanspeter Lippert, Viktor Kuhn
sowie Dirigent Alejandro Prieto.
Entsprechend dem rollierenden System gab es Wahlen: Nach 20 Jahren gab Albert
Lahmann sein Amt als Materialverwalter an Hans Grell ab, der nunmehr zusammen
mit Bodo Eggeling für den Bestand verantwortlich ist.
Auf Melodien in A-cappella will Dirigent Alejandro Prieto künftig sein
besonderes Augenmerk legen, was für neue Sänger sicherlich auch attraktiv sein
dürfte. Die erste Chorprobe findet am Mittwoch, 18. Januar, 19.30 Uhr, im
Proberaum (Altbau Bärenfelsschule) statt.
Wahlen: zweiter Vorsitzender Thomas Herkommer (wiedergewählt), 2. Schriftführer
Friedhelm Schirrmeister (neu für Heinz Engelhardt), zweiter Kassierer Christof
Bayha (wiedergewählt), Materialverwalter Hans Grell (neu für Albert Lahmann),
Kassenprüfer Kurt Neininger und Hans Fischer
Auszeichnungen: Hans Grell, Albert Lahmann, Kurt Neininger und Werner Stöcklin
für lückenlosen Probenbesuch; zweiter Tenor erhält Pokal der Stimmen.
Gerbel beklagt, dass Verstärkung für den Männerchor fehlt
Die
anwesenden Geehrten (von links): Hanspeter Lippert, Heinz Engelhardt, Roland
Denzer, Siegfried Grether, Siegbert Keller, Johann Fischer sowie Vorsitzender
Fritz Gerbel Foto: Albert Greiner
GRENZACH-WYHLEN. Bei seiner Jahresfeier ehrte der Männerchor Grenzach
langjährige Mitglieder. Diese Ehrungen nahm der Vorsitzende des Vereins, Fritz
Gerbel, auch zum Anlass, kritisch auf den derzeitigen Stand im Chorgesang
einzugehen. Immer älter und immer kleiner werde der Kreis der Aktiven. Trotz
intensiver Werbung konnte keine Verstärkung verzeichnet werden. Auch beim
Dachverband, der an der Jahresfeier ebenfalls vertreten war, ist der Rückgang
deutlich spürbar. Gerbel appellierte, einmal bei einem Probenabend
"reinzuschnuppern".
Wie angenehm es im Sängerkreis ist, bekunden auch die kameradschaftlichen
Aktionen. So sei der mehrtägige Aufenthalt in Pietrasanta ein besonderes
Beispiel der Harmonie gewesen. Diese zeige sich auch in der langjährigen aktiven
Sängertreue, die Gerbel an diesem Abend auszeichnen konnte. Für 20-jähriges
aktiven Singen ernannte er Roland Denzer, Heinz Engelhardt und Hanspeter Lippert
zu Ehrenmitgliedern und überreichte ihnen die silberne Ehrennadel. Für
40-jährige aktive Treue zeichnete er Johann Fischer mit der goldenen Ehrennadel
aus. Auch zwei Passive wurden bedacht. Siegfried Grether (40 Jahre) und Siegbert
Keller (50 Jahre) erhielten Ehrenurkunden.
Den weiteren, nicht anwesenden Jubilaren, wird die Ehrung ausgehändigt. Auch für
den Dirigenten Alejandro Prieto gab es eine Anerkennung. Für seinen enormen
Einsatz überreichte ihm Gerbel ein Bild des Chores. Blumen gab es für die
Harfen-Solistin Heidi Schubiger sowie für Eveline Vinh-Martinelli, die beide
Chöre am Klavier begleitete. Ein Weinpräsent erhielten auch die zur Verstärkung
im Chor mitwirkenden Sänger vom Frohsinn Wyhlen Horst Happle, Eberhard Oberfell
und Rolf Philipp. Dieses durfte auch der Vorsitzende des Gesangvereins Eintracht
Binzen Rolf Itzin entgegennehmen. Einen Blumenstrauß erhielt Gaby Dolabdjian für
die Organisation und als Dolmetscherin des Pietrasanta-Aufenthalts.
Weitere Ehrungen: 30-jährige Mitgliedschaft (silberne
Vereinsnadel): Hans Demacker, Heinz Hofmann, Ingo Honold. Waldemar Kern, Dieter
Oertlin und Nikolaus Scheid. 40-jährige Mitgliedschaft: Martha Reinhardt; für
50-jährige Mitgliedschaft werden noch ausgezeichnet: Hanspeter Blubacher, Eugen
Kettner und Heinz Martin.
Jahresfeier des Männerchors Grenzach mit Verstärkung durch den Gesangverein Eintracht aus Binzen / Rund 300 Gäste begeistert
Gesanglich
gut durch den Dirigenten eingestimmt, begeisterte der Männerchor Grenzach.
Foto: Albert Greiner
GRENZACH-WYHLEN. Zu seiner
Jahresfeier hatte der Männerchor Grenzach seinen Mitgliedern und den
Sangesfreunden einen besonderen Melodienstrauß versprochen und sich in
intensiven Proben darauf vorbereitet. Diese haben sich gelohnt, denn mit über
300 Personen fand der Abend einen sehr großen Anklang.
Dabei hat Dirigent Alejandro Prieto es seinen Sängern nicht leicht gemacht und
das Liederrepertoire mit neuem Gesangsgut bereichert. Mit "Lobet den Herrn der
Welt" von Henry Purcell eröffnete mit einem feierlichen Lied der Gastgeber den
Melodienreigen. Feierlich blieb es auch beim gemeinsamen Vortrag zusammen mit
dem Gastchor Gesangverein Eintracht aus Binzen, der ebenfalls von Alejandro
Prieto dirigiert wird.
Das Lied "Herr, deine Güte reicht so weit" von August E. Grell wurde
eindrucksvoll von der Ehefrau des Dirigenten, Heidi Schubiger, auf der Harfe
begleitet. Sie bot auch im weiteren Verlauf des Abends als Solistin mit "Lucia
di Lammermoor" von Gaetano Donizetti und "Polonaise" von Margret Hochberg an dem
seltenen und nicht leicht zu spielenden Instrument eine hervorragende Leistung.
Erstmals mit einem Spiritual überraschte der Männerchor Grenzach die Gäste, was
mit großem Beifall aufgenommen wurde. Dabei hatte in "My Lord, what a morning"
von Otto Groll Viktor Kuhn einen hervorragenden Solopart. Bekannte Melodien aus
der Operette "Die Fledermaus" von Johann Strauss wurden ebenso stimmungsvoll
dargeboten, wie Melodien von Otto Groll mit "Südseezauber" und "Freunde, lasst
uns singen".
Schön anzuhören und beeindruckend ist es auch, wenn ein Lied, wie "Marmor, Stein
und Eisen bricht" von Christian Bruhn erklingt, da kann man als Zuhörer
mitsingen und ein "Gebet für das Vaterland" von Christoph Schnyder ist in der
heutigen Zeit besonders wirkungsnah.
Im zweiten Teil stand dann der Gastchor, der Gesangverein Eintracht Binzen auf
der Bühne. Auch sie hatten abwechslungsreiches Liedgut parat. Man merkte da die
Hand des gleichen Dirigenten. Mit "Freundschaft" von Jakob Ehrensberger, "Riporta
a me" von Helmut Löffler eröffneten sie ihren Melodienreigen. Hervorragend
interpretierten sie das "Dalmatische Fischerlied" von Robert Pappert und
schlossen ihren Auftritt mit "Feurige Herzen, roter Wein" von Otto Groll ab. Und
da hatten sie auch bereits die Herzen der Zuhörer mit dem darin enthaltenen
Solopart erobert.
Doch der Höhepunkt lag in der Zugabe. "Kein Mensch ist ohne Handy" war natürlich
ein wirklichkeitsnahes Lied, das alle im Saal ansprach. Nochmals gemeinsam
beschlossen beide Chöre mit "Das Morgenrot" von Robert Pracht und "Sängergruß an
den Wald" von Paul Gabriel den wirklich genussreichen Abend, wobei in der Zugabe
nochmals gemeinsam mit "Lobt den Herrn der Welt" den Abend stimmungsvoll und
besinnlich ausklingen ließen. In diesen waren auch Ehrungen langjähriger aktiver
und passiver Mitglieder eingebunden, über die wir gesondert berichten werden.
Dank sprach abschließend Vorsitzender Fritz Gerbel nicht nur allen Sängern,
sondern auch den vielen Helfern aus. So bedankte er sich bei der Narrenzunft
Grenzach, die für das leibliche Wohl sorgte, wie auch dem Team, das für die gut
bestückte Tombola, die manchen Besucher mit einem schönen Gewinn überraschte,
verantwortlich war.
Höhepunkt der Reise in die Partnerstadt Pietrasanta war das Domkonzert mit insgesamt drei Chören / 57 Mitreisende dabei.
Der Männerchor beim Domkonzert Foto: Privat
GRENZACH-WYHLEN (BZ). Am
Donnerstag, 29. September, machten sich 57 Personen auf den Weg in
Grenzach-Wyhlens Partnerstadt Pietrasanta. Schon am Freitag besuchte man
dort die Provinzhauptstadt Livorno, wo ein Fremdenführer half, die Stadt zu
erkunden.
Am Abend folgte der erste Höhepunkt der Reise, der Besuch bei den Freunden
des Coro Versilia in Capezzano Monte. Neben dem typischen Abendessen wurde
gesungen und sich unterhalten, wobei Gaby Dolabdjian auch schon einmal als
Übersetzerin fungierte. Lino Viviani, der Vorsitzende und Dirigent des Coro
Versilia, freute sich, dass die Freundschaft zwischen den Chören durch
diesen Besuch fortgesetzt wird. Fritz Gerbel überreichte als
Männerchor-Vorsitzender ein Bild des Chores als Gastgeschenk. In seiner
Ansprache dankte er den Freunden aus Capezzano Monte für den liebevollen
Empfang. Gerbel betonte die Freundschaft, die sich in den nun mehr als 20
Jahren entwickelt und gefestigt hat.
Am Samstag stand der Besuch von Lucca auf dem Programm. Lucca liegt etwa 20
Kilometer nordöstlich von Pisa. Die großen Plätze, die romanischen Kirchen
und die mittelalterlichen Türme zeugen heute noch von der einstigen
Bedeutung dieser Stadt. Am Nachmittag war eine kleine Delegation mit Fritz
Gerbel an der Spitze auf dem Friedhof von Pietrasanta an den Grabnischen von
Giuseppe Vagli, der zehn Jahre lang Komiteevorsitzender war, und von Lino
Vivianis Frau Fulvia. Beide sind im vergangenen November verstorben.
Anschließend, auf dem Friedhof von Capezzano Monte, besuchte man im Beisein
der Familie das Grab von Bruno Lane dem ehemaligen Vorsitzenden des Coro
Versilia.
Am Abend fand das Konzert im Dom zu Pietrasanta statt. Vor einem
begeisterten Publikum, das den Dom bis auf den letzten Platz füllte, konnte
der Hausherr und Vorsitzende des Domchores, Monsignore Don Stefano D’Atri,
die drei Chöre, Coro Versilia unter der Leitung von Lino Viviani, Schola
Cantorum S. Martino unter der Leitung von Susanna Altemura sowie den
Männerchor Grenzach unter der Leitung von Alejandro Prieto, begrüßen.
Grußworte sprachen auch Fritz Gerbel und Lino Viviani sowie Luca Mori, der
Vizebürgermeister von Pietrasanta.
Der Männerchor Grenzach begeisterte unter anderem mit "Unsere Welt braucht
den Frieden", dem Spiritual "My Lord what a Morning" und "Lobet den Herrn
der Welt". Auch Alejandro Prieto war begeistert. Als Gastsänger waren Horst
Happle und Eberhard Oberfell aus Wyhlen sowie Rainer Buess aus Murg bei dem
Konzert dabei.
Am Sonntag folgte eine Reise nach Vernazza, einem wunderschönen Ort in der
Cinque Terre. Die Rückreise erfolgte mit dem Schiff. Abends lud Fritz Gerbel
Lino Viviani ein, Grenzach-Wyhlen mit dem Coro Versilia bald wieder zu
besuchen. Am Montag traten die Sänger die Rückreise an.
Grenzacher blicken auf ein erfolgreiches Jahr zurück / Sorgen bereitet nur die personelle Zukunft
Foto: Heinz Vollmar
GRENZACH-WYHLEN.
"2010 war ein gutes Jahr, wir blicken optimistisch in die Zukunft." So beschrieb
Fritz Gerbel, Vorsitzender des Männerchors Grenzach, am Mittwoch bei der
Hauptversammlung die Stimmung. Wie hoffnungsvoll die Zukunft des im Jahr 1840
gegründeten Vereins aber ist, hängt im Wesentlichen davon ab, ob sie junge und
jung gebliebene Herren dazu bewegen lassen, Mitglied und aktiver Sänger zu
werden.
In seinem Jahresbericht wies Gerbel darauf
hin, dass sich zwar der Mitgliederstand verringert habe, man aber dennoch drei
neue Sänger gewann. Ein großes Problem sei das Durchschnittsalter des Chors,
betonte Gerbel ausdrücklich: "Ohne neue, jüngere Sänger könnte, allein des
Alters wegen, bereits in wenigen Jahren der Chor aufhören zu existieren, wenn
sich der Trend fortsetzt." Dies sei bitter, aber jeder Sänger sollte sich mit
der Wirklichkeit auseinandersetzen. Daher sollte es eine elementare Aufgabe
eines jeden Sängers sein, neue Sänger für den Chor zu gewinnen, so der Appell
des Vorsitzenden.
Gerbel zog ansonsten eine sehr erfreuliche Bilanz des vergangenen Jahrs.
Besonders positiv habe sich die Zusammenarbeit mit Chorleiter Alejandro Prieto
ausgewirkt. Musikalisch habe das 170. Vereinsjahr den Chor insofern gefordert,
als dass man an zwei Gemeinschaftskonzerten in Binzen und Pratteln mitgewirkt
habe.
Als sehr großen Erfolg bezeichnete er die Jahresfeier des Männerchors. Besonders
erfreut zeigte sich Gerbel darüber, dass der durchschnittliche Probenbesuch von
81,7 Prozent auf 86,9 Prozent gestiegen ist. Mit einem Zinnbecher für einen
lückenlosen Probenbesuch geehrt wurden Hans Grell, Reinhard Günther, Kurt
Neininger, Werner Stöcklin und Chorleiter Alejandro Prieto.
Eine durchweg positive Bilanz zog auch Kassierer Roland Denzer. Als besonders
wichtig für die Vereinseinnahmen bezeichnete er den Slow-Up.
Auch Horst Happle, Vorsitzender des Gesangvereins Frohsinn Wyhlen, der die
Wahlen leitete, will die Zusammenarbeit am gemeinsamen Stand der Chöre,
einschließlich des Frauenchors, gerne fortsetzen.
Sehr kontrovers unter den 40 Anwesenden diskutiert wurde das Thema, wie sie neue
Sänger finden könnten. Während die einen für anderes Liedgut plädierten,
sprachen sich andere für das Gewinnen junger Chöre, gegebenenfalls Kinder- oder
Schulchöre, bei Gemeinschaftsauftritten aus. Man habe diesbezüglich bereits vor
Jahren alles probiert, so die bittere Bilanz von Gerbel und Horst Happle.
Letzterer zeigte sich sehr enttäuscht über Vertreter der ortsansässigen Schulen,
die ihm immer wieder Hoffnungen gemacht hatten, letztendlich jedoch nichts, nur
kurzfristig oder wenig passiert sei. Man müsse jetzt wieder bei null anfangen.
Sehr zufrieden mit der Arbeit des Chors ist dessen Leiter Alejandro Prieto. Er
sprach sich dafür aus, die Lieder zu 100 Prozent zu lernen, um dann auch bei der
Jahresfeier selbst ein sehr gutes musikalisches Erlebnis wahrnehmen zu können.
Gleichermaßen wünschte er sich für die Jahresfeier 2011, dass der Männerchor
Grenzach mit dem Männerchor aus Binzen gemeinsam auftritt.
Wahl: Fritz Gerbel Vorsitzender, Heinz Vogt Schriftführer,
Roland Denzer Kassierer. Bestätigt in ihren Ämtern wurden die bisherigen
Aktiv-und Passivbeisitzer sowie die Materialwarte.
Mitglieder: 38 Aktive, Gesamtmitgliederzahl 206.
Zwei neue Ehrenmitglieder singen im Männerchor Grenzach mit / Zahlreiche Ehrungen.
GRENZACH-WYHLEN. Anlässlich seiner Jahresfeier ehrte der Männerchor Grenzach am Samstagabend bei seinem hervorragenden Jahreskonzert langjährige Mitglieder.
Für den Vorsitzenden Fritz Gerbel
bedeutete die Ehrung, "Danke schön" zu sagen für viele Jahrzehnte, in denen
diese Männer dem Verein als Aktiv- oder Passivmitglied treu verbunden sind.
Dabei erhielten zwei derzeit noch aktive Sängerkameraden eine besondere
Anerkennung: Heinz Silfang und Heinz Vogt wurden für ihre 20-jährige gesangliche
Aktivität zu Ehrenmitgliedern ernannt. Ihre Sängertreue wertete Fritz Gerbel als
ein Zeichen der guten Kameradschaft innerhalb des Sängerkreises.
Geehrt wurden: Für 30-jährige passive Mitgliedschaft: Wolfgang Baasner und
Henning Lindner; für 40-jährige Zugehörigkeit: Wilfried Meyer, Max Pfeifle und
Werner Richter; für 50 Jahre: Fritz Herzog, Helmut Hornung und Hariolf Nepple;
sowie für 60 Jahre Werner Eckert, Walter Issler und Georg Reinhardt. Soweit die
Jubilare nicht anwesend waren, wird ihnen die Ehrenurkunde noch überbracht.
Für die anwesenden Geehrten war sie eine besondere Würdigung, denn bei der
Jahresfeier konnte der älteste Verein von Grenzach auch seinen 170. Geburtstag
feiern. Für den Vorsitzenden Fritz Gerbel war dies Anlass, auf die gute Harmonie
und die Zusammengehörigkeit im Chor hinzuweisen.
Er appellierte an interessierte Sangesfreunde, sich durch einen Probenbesuch
davon zu überzeugen. Die Chorproben finden Mittwochs, ab 19.30 Uhr, im Altbau
der Bärenfelsschule statt.
Bunter Liederreigen zum Konzert mit Gastchor aus dem Elsass im Festsaal des Hauses der Begegnung
Solisten an Harfe und Klavier setzen Akzente.
GRENZACH-WYHLEN. Mit einem auserlesenen Liederprogramm bedankte der
Männerchor Grenzach sich bei seinen Mitgliedern und gratulierte sich selbst zum
170. Geburtstag. Bei der Jahresfeier im Festsaal des Hauses der Begegnung
feierten das Präsidium des OMS, Doris Ludin und Rudy Grzybek, Bürgermeister Jörg
Lutz sowie befreundete Vereine mit.
40 Jahre nach Dirigent Rolf Haas war man auf den Neuen am Dirigentenpult
gespannt. Alejandro Prieto stellte sich dieser Herausforderung mit großem
Engagement. Das bedeutete für die 37 Sänger enormen Einsatz bei den Proben. Mit
seinen Ideen motivierte er sie, zumal er als ausgebildeter Sänger in allen
Stimmlagen den Ton angeben kann. Bis zu 90 Prozent Probenbesuch über das Jahr
verdeutlichen dies ebenso wie der Melodienreigen zum Konzert. Eröffnet mit
"Zauber der Musik" und "Singen ist Leben" herrschte mit dem wohlbekannten "Im
schönsten Wiesengrunde" eine fröhliche Atmosphäre. Dass die Sänger perfekt
englisch und italienisch singen, bekundeten sie mit "Jacob's Ladder" einem
Gospel von Arnold Kempkens sowie "La Pastorella" von Franz Schubert.
Stimmungsvoll und einfühlsam erklang der
Sängergruß an den Wald von Paul Gabriel und "Zauber der Südsee" von Otto Groll.
Es war ein Genuss, der vom Jubilar geboten wurde, begleitet an der Harfe durch
Heidi Schubiger sowie am Klavier durch Iona Haueter. Beide zeigten mit einem
Solo ihre Virtuosität. Alejandro Prieto leitet neben dem Männerchor auch die
Chöre in Zeiningen (Schweiz), Binzen und Hésingue (Elsass). Der Choeur d'Hommes
Concordia Hésingue war es auch, der im zweiten Teil des Programms das Publikum
begeisterte. Neben auf Französisch gesungenen Melodien, unter anderem "Agonie"
von Carlo Boller und "A la volonté du peuple" von Claude -Michel Schönberg,
erklangen Melodien aus Rigoletti und dem Eröffnungschor von Guiseppe Verdi.
Mit ihren kräftigen Stimmen bezauberten die elf gestandenen Männer die Zuhörer,
zumal sie mit der Melodie "Jetzt ist Zeit zur Lustbarkeit" von Johann Strauss
und aus "Die lustige Witwe" von Franz Léhar auch ihre Deutschsprachigkeit
bewiesen. Da sangen auch die im Saal sitzenden Sänger beim Lied "Ja das Studium
der Weiber ist schwer" mit. Mit "Exodus" aus dem gleichnamigen Film von Ernest
Goll beendeten sie ihren glanzvollen Auftritt, dem sie auch eine Zugabe
anschlossen. Gemeinsam beendeten der Männerchor und die Sänger aus Hésingue mit
Harfenbegleitung den Liederabend, und es erklang das "Vilja-Lied" aus "Die
lustige Witwe" von Franz Léhar, das nochmals die gute Stabführung ihres
gemeinsamen Dirigenten unter Beweis stellte. In der Zugabe gab es das
italienische "La Pastorella", das die Männer aufgrund einer Notenspende in ihr
Programm aufgenommen hatten. "Es war ab und zu richtig stressig und wir wurden
vom Dirigenten oftmals gestriezt", bekundete zum Schluss der Vorsitzende Fritz
Gerbel. "Doch es hat uns Spaß gemacht."
Mit Blumen für die Damen für die Instrumentalbegleitung sowie einem Weinpräsent
an den Gastchor Hésingue und einem Präsent an den Dirigenten dankte der
Vorsitzende – vor allem auch seinen Sängern, den Sängerfrauen für den
Blumenschmuck und den Kuchenspenden sowie der Narrenzunft Grenzach für die
Bewirtung.
Mit einem anspruchsvollen und sehr unterhaltsamen Konzert setzte der Gesangverein "Eintracht" Binzen an seiner Jahresfeier neue Maßstäbe. Bei der Aufführung begeisterten mehr als 100 Sänger, die von ihrem Dirigenten Alejandro Prieto souverän geleitet wurden.

Umjubelt: Dirigent Alejandro Prieto Foto: Norbert Sedlak Der Höhepunkt: Gemeinsamer Auftritt von mehr als 100 Sängern aus vier Chören. Foto: Norbert Sedlak
Mit einem anspruchsvollen und gleichzeitig sehr
unterhaltsamen Konzert setzte der Gesangverein "Eintracht" Binzen an seiner
Jahresfeier neue Maßstäbe. Bei der Aufführung begeisterten mehr als 100 Sänger,
die von ihrem Dirigenten Alejandro Prieto souverän geleitet wurden. In dem
zweistündigen Melodienreigen brillierten besonders die Sänger der "Concordia"
aus dem elsässischen Hésingue. Die Elsässer Freunde hatten bereits beim
Neujahrsempfang aufhorchen lassen.
Unter dem Motto "Drei Länder – vier Chöre – ein Dirigent" eröffnete der erste
Vorsitzende der "Eintracht", Rolf Itzin, den Konzertabend. Gekonnt führte
Moderatorin Karin Heppler durch den Abend. Mit viel Wissen erläuterte sie die
Musikstücke und informerte sachkundig über die Komponisten. Mit einfühlsamer
Flügelbegleitung begleitete Beatrice Wagner das Programm.
Mit weniger bekannten Liedern wie "Flüchtiger als Wind und Welle" von Friedrich
Schneider, "Ich halte ihr die Augen zu" von Robert Volkmann und "Singen ist
Leben" von Karl-Heinz Weber-Müllenbach eröffneten die Gastgeber den Abend.
Kräftig wie der Hammerschlag des Schmiedes wurde "Der Waffenschmied" von Albert
Lortzing vorgetragen, die ausgereifte Darbietung war ein erster Höhepunkt.
Seinen großen Auftritt hatte Tenorsänger Volker Aenis als Solist von Otto Grolls
"Feurige Herzen, roter Wein". Mit dem "Sängergruß an den Wald" von Paul Gabriel
bedankten sich die Chormitglieder bei ihrem Publikum und ernteten den verdienten
Applaus.
Ein ganz besonderes Schmankerl war der Auftritt
des Männerchores Zeiningen. Mit "La Pastorella", das Vico Torriani populär
gemacht hat und der "Waldandacht" mit Beatus Widmer als Solist sorgten sie für
gute Unterhaltung. Mit dem Potpourri "Zauber der Südsee" und "Freude am Leben"
brachten sie Urlaubsstimmung in die Halle.
Mit dem Männerchor Grenzach trat der zahlenmäßig größte Chor mit 35 Sängern auf
die Bühne. Mit modernen Liedern wie "Die Rose" von Amanda McBroom, die das Lied
auch selbst gesungen hat und "Unsere Welt braucht Frieden" von Manfred Bühler
zeigte sich der Chor von seiner besten Seite. Die Tenor- und Bassstimmen
harmonierten dabei gut miteinander.
Nach einer kurzen Pause, in der der Gesangverein "Eintracht" zu einem Gläschen
Sekt einlud, wurde gewisermaßen "in einer anderen Liga" gesungen. Die zwölf
Sänger des "Corale Concordia" Hésingue entführten die Zuhörer in die Welt der
Oper und der Operette. Die Tenorstimmen, allen voran Solosänger Gérard Perrotin,
ragten mit ihrem kraftvollen, tragenden Ausdruck hervor – jeder Ton füllte die
gesamte Gemeindehalle aus. Ob die Sänger, die aus Deutschland, Frankreich und
der Schweiz stammen, "Coro d’ introduzione" aus Guiseppe Verdis Oper "Ernani"
oder "Paysan, que ton chant s’ éléve" des Schweizer Komponisten Joseph Bover
vortrugen – es kam einem vor, als stünden große Operntenöre leibhaftig auf der
Bühne. Ein Highlight war auch das kokett vorgetragene "Ach, die Weiber!" aus
"Die Lustige Witwe" von Franz Lehar. Mit Beifallsstürmen forderte das Publikum
Zugabe, dem die Hésinguer auch gerne nachkamen.
Ein nachgerade phänomenales Klangerlebnis war das Finale mit mehr als 100
Sängern der vier Chöre gemeinsam auf der Bühne. Dass sie nur zweimal miteinander
geprobt hatten, konnte man kaum glauben. Gewaltig klangen die "Motette" sowie
der "Chor der Priester" aus Mozarts Zauberflöte. Eine Demonstration an
Chorgesang waren in dieser Intensität auch "Die Glocken von Isola Bella". Mit
Werner Scharfenbergers "Seemann" klang der rundum gelungene musikalische Abend
würdevoll aus. Die Zuhörer ließen ihrer Begeisterung freien Lauf und
erklatschten sich zwei Zugaben. Spontan gratulierte das Publikum dem Dirigenten
Alejandro Prieto für das gelungene Konzert, das mit Sicherheit zu den besten der
Binzener Vereinsgeschichte zählt.
Neuer Chorleiter, neue Sänger.
GRENZACH-WYHLEN (alg). Unter dem neuen
Dirigenten Alejandro Prieto setzt der Männerchor Grenzach einen neuen
Meilenstein. Der gut aufgestellt Chor gibt sich im 170. Vereinsjahr eine neue
Note. Nach vier Monaten begeisterter Probenarbeit wagt man sich an neue
Chorliteratur. Der erste Vorsitzende, Fritz Gerbel, ist überzeugt, dass dem
neuen Zeitalter entsprechend mit den modernen Stücken aus Operette, Musicals und
Schlager das Publikum begeistert werden kann. Natürlich wird Altbewährtes nicht
über Bord geworfen und der Anspruch auf gute Chormusik bleibt. Jedoch wird das
Repertoire durch die neuen Lieder deutlich aufgewertet. Damit wird man dem
Wunsch der jüngeren Sänger gerecht.
Und verjüngen konnte sich der Chor. So haben binnen kurzer Zeit vier neue Sänger
den Weg zum Männerchor gefunden und sind nun begeistert bei der Sache. Die
Chorstärke ist entgegen dem allgemeinen Trend auf 40 Sänger angestiegen und man
erhofft sich auch weitere Neuzugänge. Interessierte sind eingeladen
unverbindlich zum Schnuppern in die Singstunde zu kommen, die jeweils am
Mittwoch von 19.30 bis 21.30 Uhr im Altbau der Bärenfelsschule Grenzach
stattfindet. Derzeit bereiten sich die Sänger mit großem Elan und Begeisterung
auf das am 17. April in Binzen stattfindende Gemeinschaftskonzert mit den
Männerchören aus Binzen, Zeiningen und Hesinque vor. Im Gesamtchor werden dort
unter der Leitung ihres gemeinsamen Dirigenten, Alejandro Prieto, mehr als
hundert Sänger auf der Bühne stehen und ein stimmgewaltiges Klangerlebnis zum
Besten geben.
Mit dem Einstudieren der neuen Lieder wird unmittelbar danach begonnen. Dieser
Zeitpunkt ist für neue Sänger ideal, um einzusteigen. Die neuen gefälligen
Lieder werden dann zur Jahresfeier im Herbst erstmals aufgeführt werden. Man
darf darauf gespannt sein.
Badische Zeitung vom Freitag, 12.02.2010
Männerchor Grenzach überraschte sein Mitglied Karl Hug mit einem bunten Melodienstrauß.
GRENZACH-WYHLEN (alg). Am späten
Mittwochnachmittag bot der Männerchor Grenzach den Senioren und Senioren im
Seniorenzentrum Emilienpark einen bunten Melodienstrauß. Für die Heimbewohner
ist es eine dankenswerte Abwechslung. Doch durch den derzeitigen Umbau, der die
Nutzung des Quellenstüble nicht ermöglicht, war es nicht allen möglich, den
ihnen bekannten Melodien zuzuhören.
Doch für einen, Karl Hug, der seit einigen Monaten im Seniorenheim Emilienpark
wohnt, bot der Sangesgruß eine besondere Überraschung und er war auch für ihn
bestimmt. 70 Jahre ist er Mitglied im Männerchor Grenzach und davon war er 50
Jahre aktiver Sänger. Nachdem er bei der Jahresfeier die für ihn bestimmte
Ehrung nicht entgegennehmen konnte, überreichte ihm Vorsitzender Fritz Gerbel
Ehrenurkunde und Weinpräsent.
Karl Hug war sichtlich gerührt über den Besuch seiner Sängerkameraden – und sang
bei dem gebotenen Melodienreigen natürlich selbst noch stimmkräftig mit.
Vom neuen Dirigenten erhofft sich der Männerchor viel
GRENZACH-WYHLEN (alg). Mit neuem
Elan unter dem neuen Dirigenten Alejandro Prieto und dem Wunsch auf neue aktive
wie auch passive Mitglieder startet der Männerchor Grenzach in sein neues
Vereinsjahr. Die erste Chorprobe findet am Mittwoch, 21. Januar, 19.30 Uhr im
Probelokal in der Bärenfelsschule statt. Weiter bereits
terminiert ist der Maibummel nach Bettingen, das Klosterhofsingen, die Teilnahme
am SlowUp und mehr. Im weiteren will der Chor der Einladung des MC Pratteln zu
einem Konzert Folge leisten. Für 2011 steht ein Besuch der Partnerstadt
Pietrasanta in der Vorausschau, wie Vorsitzender Fritz Gerbel bei der sehr gut
besuchten Jahreshauptversammlung berichtete.
Obwohl sich der Mitgliederbestand geringfügig verringert hat, ist die Anzahl der
Sänger gerade noch zufriedenstellend. Aber nun, mit dem Neubeginn unter einem
neuen Chorleiter, soll versucht werden, den Chor zu verstärken.
Zurückblickend auf die letzten zwei Monate des Jahres verwies Fritz Gerbel auf
einen nahtlosen Übergang auf den neuen Chorleiter, was sich bereits positiv auf
den Chor auswirke. Insbesondere seine einfühlsame Art wird von den Sängern
begrüßt und auch die Verlegung der Chorprobe von Donnerstag auf Mittwoch konnte
problemlos vollzogen werden. Für den Männerchor Grenzach war das Jahr 2009 ein
besonderes Jahr. Nach 41 Jahren traf Rolf Haas als Dirigent zurück und so war
seine Verabschiedung bei der Jahresfeier, zu der er nochmals ein herausragendes
Konzert zusammengestellt hat, auch der Höhepunkt. 39 Chorproben legten die
Grundlage für das gute gesangliche Niveau. "Die aktiven Sänger waren im
abgelaufenen Jahr sehr treu", hob Fritz Gerbel lobend hervor. Dies verdeutlichte
sich bei der Auszeichnung für guten Probenbesuch. Franz Gehweiler, Reinhard
Günther, Kurt Neininger und Werner Stölcklin nahmen für vollständigen
Probenbesuch einen Zinnbecher entgegen. Im Durchschnitt kamen 31 Sänger zu den
Chorproben. Insgesamt lag man damit bei 81,7 Prozent. Die eifrigsten
Probenbesucher waren in den einzelnen Stimmlagen der 2. Tenor (91,2 Prozent) vor
dem 1. Bass (83,1 Prozent). Danach folgten der 1. Tenor und der zweite Bass.
Unter der Leitung von Dirigent Alejandro Prieto wurde die Mitgliederversammlung
mit einem Lied eröffnet und beschlossen, der sich ein gemütlicher Hock
anschloss.
Wahl: Bei den Teilwahlen gab es keine Veränderung. 2. Vorsitzender Thomas
Herkommer, 2. Kassierer Christof Bayha, 2. Schriftführer Heinz Engelhardt

Alejandro Prieto | Foto: Albert Greiner
GRENZACH-WYHLEN. Seit Anfang November ist Alejandro Prieto neuer
Dirigent des Männerchor Grenzach, nachdem sich Rolf Haas nach 41 Jahren bei der
Jahresfeier zurückzog. Bereits drei Chorproben fanden inzwischen mit dem Neuen
statt und es hat sich gezeigt: Er sowie die Sänger sind bereits gut aufeinander
eingestellt und haben einen positiven Eindruck gewonnen. Er hat auch bereits am
Altennachmittag seinen öffentlichen Auftritt mit dem Chor, bei dem dieser mit
bekannten Melodien, etwa auch dem Badnerlied, die Senioren im Festsaal
begeistern konnte.
Wie Vorsitzender Fritz Gerbel, beim Pressegespräch bekundete: "Es sind alle
geblieben", und so hofft er auch wie der Neue am Dirigentenpult, dass weitere
Sänger, insbesondere auch frühere Sänger den Weg in die künftig jeweils am
Mittwochabend ab 19.30 Uhr im Probelokal der Bärenfelsschule angesetzten Proben
finden.
Noch ist es ein gegenseitiges Beschnuppern. Doch die Sänger und der Dirigent
kennen sich, denn er ist in der Region kein Unbekannter. So leitet er auch den
Männerchor Binzen und den Männerchor Zeiningen, welcher schon mehrmals beim
Jahreskonzert des Gesangvereins Frohsinn Wyhlen aufgetreten ist, sowie den
Corale Concordia in Hésinque im benachbarten Elsass. Der 60-jährige,
hauptberufliche Musiker und Dirigent, der mit einer Schweizerin verheiratet ist
und in Basel wohnt, stammt aus Chile, wo er ein Gesangsstudium absolvierte. Ein
Stipendium am College in der USA gab im die weitere Ausbildung zum Opernsänger,
Gesangslehrer und Orchesterleiter. Stuttgarter Kammerchor und Orchester sowie
Freiburg waren Stationen seiner musikalischen beruflichen Aktivitäten, bevor er
im Jahre 2000 in die Region zog.
Seine ersten Kontakte zum Männerchor Grenzach fand er durch die Internetseite des Vereins, die dort einen Dirigenten suchte. Des weiteren wurde er auch vom Obermarkgräfler Sängerbund unter weiteren drei Interessenten vorgeschlagen. Sein besonderes Anliegen ist es, den Männerchor Grenzach nicht nur auf dem guten bestehenden Niveau zu halten, sondern auch der heutigen Zeit entsprechend neues Liedgut einzuüben. Dazu wäre eine personelle Verstärkung wünschenswert und so hofft er, dass sich bei den nächsten Proben bei ihm in Grenzach auch neue Sänger einfinden, die den sehr kameradschaftlichen Kreis verstärken.
GRENZACH-WYHLEN.
Zum letzten Mal stand Dirigent Rolf Haas am Samstag bei der Jahresfeier des
Männerchors Grenzach am Dirigentenpult. Nach 41 Jahren sagte er "Auf
Wiedersehen" und vor allem "danke" an seine Sänger, die über die vielen Jahre
des gemeinsamen Singens treu geblieben sind und seine nicht immer leichten
Forderungen an das Liedgut mitgetragen haben.
Sein "Danke" galt insbesondere dem Vorsitzenden Fritz Gerbel, mit dem eine tiefe
Freundschaft entstanden ist. Abschiedsworte müssen kurz sein, wie eine
Liebeserklärung, so formulierte Dichter Theodor Fontane und so hielt es auch
Fritz Gerbel. Bereits im vergangenen Jahr, anlässlich der 4o-jährigen
Chorleitertätigkeit, hatte er seine Verdienste gewürdigt. Mit seinen Beitritt
als Mitglied hatte Rolf Haas schon frühzeitig seine Verbundenheit zum Ausdruck
gebracht, so dass er anlässlich des 150-jährigen Bestehens des Vereins im Jahre
1990 zum Ehrenmitglied ernannt wurde. Gerade dieses Jubiläumsjahr hat bewiesen,
so Gerbel, dass Rolf Haas sich auch außerhalb der Chorleitertätigkeit mit den
Sängern verbunden fühlt. In Erinnerung bleiben die vielen Auftritt, speziell die
gemeinsamen Konzerte mit dem Coro Versilia.
Als Präsent zum Abschied erhielt Haas vom Chor einen Gutschein für eine Reise
nach Wien sowie einen Gutschein für den zu seiner Gartenbank fehlenden Tisch.
Nicht vergessen blieb dabei der Hinweis, dass man an diesem Tisch mit den
Sängern auch einmal feiern könnte. Doch das größte Präsent, beim dem Rolf Haas
einige Tränen abwischte, war eine großformatige Urkunde, in dem er zum
Ehrenchorleiter des Männerchors Grenzach ernannt wurde. Ein besonderes Präsent
hatte auch Bürgermeister Jörg Lutz dabei, der im Namen der Gemeinde und des
Gemeinderates dem scheidenden Dirigenten Anerkennung aussprach. "Die Ära Rolf
Haas war etwas ganz Besonderes", stellte er rückblickend heraus, wovon alle,
insbesondere auch die Gemeinde bei vielen Anlässen, profitiert haben. Der gute
Ruf des Chors in der Region ist sein Verdienst. Ihn hat er auf ein hohes Niveau
gebracht, was auch die Jahresfeier wiederum bewies (wir berichten noch). Mit dem
Wappen von Grenzach-Wyhlen würdigte er die Leistungen des Chorleiters.
Für den Patenverein Frohsinn Wyhlen überbrachte deren Vorsitzender Horst Happle
die Anerkennung für eine gute Zusammenarbeit, wie etwa das jährliche gemeinsame
Klosterhofsingen. Auch Heinz Schwob vom Arbeitermännerchor Pratteln dankte für
viele Jahre Zusammenarbeit und erinnerte an Auftritt in der Clara-Kirche und im
Haus der Begegnung.
Sichtlich gerührt bedankte sich Rolf Haas für die Ehrungen. Rückblickend auf 41
Jahresfeiern und viele Konzerte, die ein Ausdruck der Verbundenheit mit dem
Männerchor sind, bedankte er sich auch beim stets treu gebliebenen Publikum, bei
seinen Sängern, die ihm unter Leitung von Vizedirigent Fritz Gerbel mit zwei
Abschiedsliedern den letzten Liedergruß boten. Und beim "Ich bin kein Bajazzo"
stellte er sich selbst nochmals in die Reihen seiner bisherigen Sängerkameraden.
GRENZACH-WYHLEN.
41 Jahre sind eine lange, eine sehr lange Zeit. So lange leitet Rolf Haas schon
den Männerchor Grenzach. Da ist es für den engagierten Chorleiter schon "ein
eigenartiges Gefühl", wenn er an sein Abschiedskonzert am Samstag, 24. Oktober,
um 19.30 Uhr im Haus der Begegnung denkt. Bei dieser Jahresfeier wird der
bekannte Rheinfelder Kantor den traditionsreichen Chor zum letzten Mal
dirigieren.
Haas erinnert sich noch gut, wie er 1968 zum Männerchor Grenzach kam. "Ich wurde
damals angefragt, ob ich ein halbes Jahr aushelfen könnte, und dann habe ich so
lange ausgeholfen bis zum heutigen Tag", schmunzelt der 71-jährige
leidenschaftliche Kirchenmusiker, der es nun langsam etwas ruhiger angehen will.
Als er den Männerchor Grenzach übernahm, war Haas seit fünf Jahren Kantor an der
Christuskirche Rheinfelden, wo er insgesamt 27 Jahre wirkte. Es waren die
kulturellen Aufbaujahre, in denen Haas viel kirchenmusikalische Pionierarbeit
mit seiner Kantorei geleistet hat. In diese Aufbruchzeit fielen auch seine
Anfänge bei den Grenzacher Sängern. Nur musste er in diesem Fall keine
Aufbauarbeit leisten, sondern konnte mit einem bestens eingeführten und
stimmlich geschulten Chor arbeiten.
"Als ich anfing, hatte der Chor über 50 Sänger", erzählt Haas, "mein Vorgänger
Claudius Schauffler hat hervorragende Arbeit geleistet". Sehr viele Sänger sind
ebenso lange dabei wie Haas, sind mit ihm älter geworden. Der Altersdurchschnitt
im Chor, schätzt Haas, liegt nun bei 68 Jahren. Das Problem, jüngere Sänger zum
Mitsingen zu motivieren, teilt der Grenzacher Männerchor mit vielen anderen
Männerchören. Heute zählt der Chor rund 36 Sänger nicht nur aus Grenzach-Wyhlen,
sondern auch aus Lörrach und Herten, "die eine lange und enge Verbindung zum
Chor haben". "Ich habe sehr treue Sänger", weiß Haas die große Menschlichkeit
innerhalb des Chors zu schätzen. "Da kümmert sich jeder um den anderen". Diese
zwischenmenschliche Harmonie schlägt sich auch im Musikalischen nieder. "Wir
sind bekannt für unser schönes Klangbild und die gute klangliche Homogenität",
sagt Haas. "Mir geht es in erster Linie um den Chorklang, und der muss
ausgeglichen sein".
Als besonders herausragend hat Haas das Jubiläumsjahr zum 150-jährigen Bestehen
des Männerchors in Erinnerung. "Das war eine großartige Sache", sagt er
rückblickend auf die anspruchsvollen Konzertereignisse in diesem Jubiläumsjahr
1990, zu denen ein Kirchenkonzert mit dem Frauenchor Wyhlen gehörte.
1990 begann auch die Chorfreundschaft mit dem Coro Versilia, die im Zuge der
Partnerschaft mit Pietrasanta entstand und 2005 mit einer Urkunde besiegelt
wurde. "Fünf Mal haben wir im Dom von Pietrasanta gesungen", berichtet Haas
mit leuchtenden Augen. Im Gegenzug waren die italienischen Sänger wiederholt zu
Gast in der Doppelgemeinde.
Auf das Repertoire angesprochen, das er mit seinen Sängern in diesen 41 Jahren
erarbeitet hat, meint Haas: "Von der Literatur her haben wir eine breite Basis
von der Klassik über die Romantik bis zu moderneren Stücken wie dem
Entertainer-Rag. Natürlich haben wir viel Schubert im Repertoire, da gibt es
berauschend schöne Werke. Schubert hat für einen Männerchor die gleiche
Bedeutung wie Bach für die Kirchenmusik". Auch eigene Kompositionen von Haas
wurden aufgeführt. Für Haas’ Abschiedskonzert als Dirigent hat der Männerchor
auch Liebeslieder aus der Romantik und Gesänge von Mendelssohn-Bartholdy
einstudiert. Nur die Gospel-Welle hat der Chor nie mitgemacht, ebenso blieben
Musical, Oper und Operette ausgespart.
"Man muss schon wissen, was man den Leuten zumuten kann", sagt Haas, dessen
Devise bei den Proben und den Konzerten immer war: "Fordern, aber nicht
überfordern".
Coro Versilia zu Gast
Badische Zeitung vom Freitag, 15.05.2009
Es war ein grandioser Abend: standing Ovations und natürlich eine Zugabe gab es nach dem Auftritt des Coro Versilia im voll besetzten Saal des Hauses der Begegnung.
GRENZACH-WYHLEN.
Eingeladen vom Polizeichor in Tübingen, machte der Coro Versilia
auch Halt in Grenzach-Wyhlen. Denn wenn man schon einmal in
Deutschland wäre, so wolle man auch seinen langjährigen Freunden
einen Besuch bei abstatten, so Lino Viviano, der Dirigent des
Chores. Kennengelernt hatte man sich vor 19 Jahren, als Grenzach-
Wyhlen und Pietrasanta Partnerstädte wurden. Seither besteht eine
Freundschaft, 2005 wurde zudem eine Partnerschaft zwischen dem
Männerchor Grenzach und dem Coro Versilia begründet. Fritz Gerbel,
Vorsitzender des Männerchors, zeigte sich sehr erfreut über den
großen Zuspruch. Es sei eine große Freude, den Coro Versilia wieder
einmal in Grenzach-Wyhlen begrüßen zu können, betonte Bürgermeister
Jörg Lutz.
Badische Zeitung vom Samstag, 17. Januar 2009
Trotz Rücktrittsgedanken: Fritz Gerbel führt weiterhin den Männerchor Grenzach.
GRENZACH-WYHLEN (alg). Fritz Gerbel
bleibt trotz Rückzugsgedanken für weitere zwei Jahre Vorsitzender des
Männerchores Grenzach. Bei der Jahreshauptversammlung nannte er eine
kontinuierliche Mitgliederwerbung als Schwerpunkt für das neue Vereinsjahr. Mit
derzeit 38 Sängern ist der Chor wohl noch gut besetzt, doch das
Durchschnittsalter liegt bei über 70 Jahren. Erfreut zeigte sich Gerbel, dass
der Coro Versilia aus der italienischen Partnerstadt Pietrasanta an den
Hochrhein kommt und am 14. Mai ein Konzert im Haus der Begegnung geben wird.
Gerbel verweis darauf, dass der Männerchor auch beim Slow up vertreten sein
wird, außerdem gibt es verschiedene Auftritte, für die Dirigent Rolf Haas dem
nächst das neue Liedmaterial vorstellen wird.
Haas, der wegen Erkrankung nicht anwesend war, übermittelte den Sängern einen
besonderen Dank für ihren exzellenten Auftritt anlässlich des Chorkonzertes zu
seinem 40-jährigen Dirigentenjubiläum im Männerchor Grenzach, das Höhepunkt des
abgelaufenen Vereinsjahres war. Rückblickend streifte Fritz Gerbel auch das
Regiokonzert mit Frauenchor Frohsinn Grenzach-Wyhlen und Gesangverein Frohsinn
Wyhlen. Gerade die Zusammenarbeit unter den Chören hat sich gut entwickelt. Sehr
positiv wertete den Probenbesuch mit durchschnittlich 86,9 Prozent. Ohne
Fehlprobe blieben Kurt Neiniger und Werner Stöcklin, die je einen Zinnbecher
erhielten. Mit einem Weinpräsent wurde den auswärts wohnenden Sänger Hanspeter
Lippert, Rudolf Staub und Rolf Haas sowie den Materialverwaltern Bodo Eggeling
und Albert Lahmenn gedankt. Mit einem guten finanziellen Abschluss zogen
Kassierer Roland Denzer sowie sein Stellvertreter Christof Bayha den
Schlussstrich unter ein gutes Vereinsjahr. Ihnen, wie dem gesamten Vorstand,
wurde Entlastung erteilt, für die Passivmitglied Horst Happle, der auch
gleichzeitig den Dank für den Männergesangverein Frohsinn überbrachte, als
Wahlleiter fungierte.
Mitglieder: 38 aktive, 218 passiv
Wahlen: Vorsitzender Fritz Gerbel,Kassierer Roland Denzer, Schriftführer
Heinz Vogt, Beisitzer aktiv Bernhard Schippmann, Kurt Neininger, Manfred Muser,
Hanspeter Hornung, passiv: Erhard Hafner und Horst Happle, Pressewart Albert
Greiner, Materialverwalter Albert Lahmann und Bodo Eggeling.
Ältere Presseberichte können Sie in unserem Archiv nachlesen!