Presseberichte

 

Badische Zeitung vom Mittwoch, 07.04.2010

Jahresfeier der Binzener "Eintracht"

Elsässer singen sich in Herzen der Zuhörer

Mit einem anspruchsvollen und sehr unterhaltsamen Konzert setzte der Gesangverein "Eintracht" Binzen an seiner Jahresfeier neue Maßstäbe. Bei der Aufführung begeisterten mehr als 100 Sänger, die von ihrem Dirigenten Alejandro Prieto souverän geleitet wurden.

 

Umjubelt: Dirigent Alejandro Prieto Foto: Norbert Sedlak                                                    Der Höhepunkt: Gemeinsamer Auftritt von mehr als 100 Sängern aus vier Chören. Foto: Norbert Sedlak

Mit einem anspruchsvollen und gleichzeitig sehr unterhaltsamen Konzert setzte der Gesangverein "Eintracht" Binzen an seiner Jahresfeier neue Maßstäbe. Bei der Aufführung begeisterten mehr als 100 Sänger, die von ihrem Dirigenten Alejandro Prieto souverän geleitet wurden. In dem zweistündigen Melodienreigen brillierten besonders die Sänger der "Concordia" aus dem elsässischen Hésingue. Die Elsässer Freunde hatten bereits beim Neujahrsempfang aufhorchen lassen.

Unter dem Motto "Drei Länder – vier Chöre – ein Dirigent" eröffnete der erste Vorsitzende der "Eintracht", Rolf Itzin, den Konzertabend. Gekonnt führte Moderatorin Karin Heppler durch den Abend. Mit viel Wissen erläuterte sie die Musikstücke und informerte sachkundig über die Komponisten. Mit einfühlsamer Flügelbegleitung begleitete Beatrice Wagner das Programm.

Mit weniger bekannten Liedern wie "Flüchtiger als Wind und Welle" von Friedrich Schneider, "Ich halte ihr die Augen zu" von Robert Volkmann und "Singen ist Leben" von Karl-Heinz Weber-Müllenbach eröffneten die Gastgeber den Abend. Kräftig wie der Hammerschlag des Schmiedes wurde "Der Waffenschmied" von Albert Lortzing vorgetragen, die ausgereifte Darbietung war ein erster Höhepunkt. Seinen großen Auftritt hatte Tenorsänger Volker Aenis als Solist von Otto Grolls "Feurige Herzen, roter Wein". Mit dem "Sängergruß an den Wald" von Paul Gabriel bedankten sich die Chormitglieder bei ihrem Publikum und ernteten den verdienten Applaus.

Ein ganz besonderes Schmankerl war der Auftritt des Männerchores Zeiningen. Mit "La Pastorella", das Vico Torriani populär gemacht hat und der "Waldandacht" mit Beatus Widmer als Solist sorgten sie für gute Unterhaltung. Mit dem Potpourri "Zauber der Südsee" und "Freude am Leben" brachten sie Urlaubsstimmung in die Halle.

Mit dem Männerchor Grenzach trat der zahlenmäßig größte Chor mit 35 Sängern auf die Bühne. Mit modernen Liedern wie "Die Rose" von Amanda McBroom, die das Lied auch selbst gesungen hat und "Unsere Welt braucht Frieden" von Manfred Bühler zeigte sich der Chor von seiner besten Seite. Die Tenor- und Bassstimmen harmonierten dabei gut miteinander.

Nach einer kurzen Pause, in der der Gesangverein "Eintracht" zu einem Gläschen Sekt einlud, wurde gewisermaßen "in einer anderen Liga" gesungen. Die zwölf Sänger des "Corale Concordia" Hésingue entführten die Zuhörer in die Welt der Oper und der Operette. Die Tenorstimmen, allen voran Solosänger Gérard Perrotin, ragten mit ihrem kraftvollen, tragenden Ausdruck hervor – jeder Ton füllte die gesamte Gemeindehalle aus. Ob die Sänger, die aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz stammen, "Coro d’ introduzione" aus Guiseppe Verdis Oper "Ernani" oder "Paysan, que ton chant s’ éléve" des Schweizer Komponisten Joseph Bover vortrugen – es kam einem vor, als stünden große Operntenöre leibhaftig auf der Bühne. Ein Highlight war auch das kokett vorgetragene "Ach, die Weiber!" aus "Die Lustige Witwe" von Franz Lehar. Mit Beifallsstürmen forderte das Publikum Zugabe, dem die Hésinguer auch gerne nachkamen.

Ein nachgerade phänomenales Klangerlebnis war das Finale mit mehr als 100 Sängern der vier Chöre gemeinsam auf der Bühne. Dass sie nur zweimal miteinander geprobt hatten, konnte man kaum glauben. Gewaltig klangen die "Motette" sowie der "Chor der Priester" aus Mozarts Zauberflöte. Eine Demonstration an Chorgesang waren in dieser Intensität auch "Die Glocken von Isola Bella". Mit Werner Scharfenbergers "Seemann" klang der rundum gelungene musikalische Abend würdevoll aus. Die Zuhörer ließen ihrer Begeisterung freien Lauf und erklatschten sich zwei Zugaben. Spontan gratulierte das Publikum dem Dirigenten Alejandro Prieto für das gelungene Konzert, das mit Sicherheit zu den besten der Binzener Vereinsgeschichte zählt.  

 


 

Badische Zeitung vom Mittwoch, 07.04.2010

Männerchor Grenzach wird moderner

Neuer Chorleiter, neue Sänger.

GRENZACH-WYHLEN (alg). Unter dem neuen Dirigenten Alejandro Prieto setzt der Männerchor Grenzach einen neuen Meilenstein. Der gut aufgestellt Chor gibt sich im 170. Vereinsjahr eine neue Note. Nach vier Monaten begeisterter Probenarbeit wagt man sich an neue Chorliteratur. Der erste Vorsitzende, Fritz Gerbel, ist überzeugt, dass dem neuen Zeitalter entsprechend mit den modernen Stücken aus Operette, Musicals und Schlager das Publikum begeistert werden kann. Natürlich wird Altbewährtes nicht über Bord geworfen und der Anspruch auf gute Chormusik bleibt. Jedoch wird das Repertoire durch die neuen Lieder deutlich aufgewertet. Damit wird man dem Wunsch der jüngeren Sänger gerecht.

Und verjüngen konnte sich der Chor. So haben binnen kurzer Zeit vier neue Sänger den Weg zum Männerchor gefunden und sind nun begeistert bei der Sache. Die Chorstärke ist entgegen dem allgemeinen Trend auf 40 Sänger angestiegen und man erhofft sich auch weitere Neuzugänge. Interessierte sind eingeladen unverbindlich zum Schnuppern in die Singstunde zu kommen, die jeweils am Mittwoch von 19.30 bis 21.30 Uhr im Altbau der Bärenfelsschule Grenzach stattfindet. Derzeit bereiten sich die Sänger mit großem Elan und Begeisterung auf das am 17. April in Binzen stattfindende Gemeinschaftskonzert mit den Männerchören aus Binzen, Zeiningen und Hesinque vor. Im Gesamtchor werden dort unter der Leitung ihres gemeinsamen Dirigenten, Alejandro Prieto, mehr als hundert Sänger auf der Bühne stehen und ein stimmgewaltiges Klangerlebnis zum Besten geben.

Mit dem Einstudieren der neuen Lieder wird unmittelbar danach begonnen. Dieser Zeitpunkt ist für neue Sänger ideal, um einzusteigen. Die neuen gefälligen Lieder werden dann zur Jahresfeier im Herbst erstmals aufgeführt werden. Man darf darauf gespannt sein.  
 


 

Der Jubilar singt selbst noch mit

Badische Zeitung vom Freitag, 12.02.2010

Männerchor Grenzach überraschte sein Mitglied Karl Hug mit einem bunten Melodienstrauß.

GRENZACH-WYHLEN (alg). Am späten Mittwochnachmittag bot der Männerchor Grenzach den Senioren und Senioren im Seniorenzentrum Emilienpark einen bunten Melodienstrauß. Für die Heimbewohner ist es eine dankenswerte Abwechslung. Doch durch den derzeitigen Umbau, der die Nutzung des Quellenstüble nicht ermöglicht, war es nicht allen möglich, den ihnen bekannten Melodien zuzuhören.

Doch für einen, Karl Hug, der seit einigen Monaten im Seniorenheim Emilienpark wohnt, bot der Sangesgruß eine besondere Überraschung und er war auch für ihn bestimmt. 70 Jahre ist er Mitglied im Männerchor Grenzach und davon war er 50 Jahre aktiver Sänger. Nachdem er bei der Jahresfeier die für ihn bestimmte Ehrung nicht entgegennehmen konnte, überreichte ihm Vorsitzender Fritz Gerbel Ehrenurkunde und Weinpräsent.

Karl Hug war sichtlich gerührt über den Besuch seiner Sängerkameraden – und sang bei dem gebotenen Melodienreigen natürlich selbst noch stimmkräftig mit.

 


 

Vom neuen Dirigenten erhofft sich der Männerchor viel

Badische Zeitung vom Dienstag, 19.01.2010

Alejandro Prieto hat schon einiges bewirkt. | Foto: Albert Greiner

GRENZACH-WYHLEN (alg). Mit neuem Elan unter dem neuen Dirigenten Alejandro Prieto und dem Wunsch auf neue aktive wie auch passive Mitglieder startet der Männerchor Grenzach in sein neues Vereinsjahr. Die erste Chorprobe findet am Mittwoch, 21. Januar, 19.30 Uhr im Probelokal in der Bärenfelsschule statt. Weiter bereits terminiert ist der Maibummel nach Bettingen, das Klosterhofsingen, die Teilnahme am SlowUp und mehr. Im weiteren will der Chor der Einladung des MC Pratteln zu einem Konzert Folge leisten. Für 2011 steht ein Besuch der Partnerstadt Pietrasanta in der Vorausschau, wie Vorsitzender Fritz Gerbel bei der sehr gut besuchten Jahreshauptversammlung berichtete.

Obwohl sich der Mitgliederbestand geringfügig verringert hat, ist die Anzahl der Sänger gerade noch zufriedenstellend. Aber nun, mit dem Neubeginn unter einem neuen Chorleiter, soll versucht werden, den Chor zu verstärken.

Zurückblickend auf die letzten zwei Monate des Jahres verwies Fritz Gerbel auf einen nahtlosen Übergang auf den neuen Chorleiter, was sich bereits positiv auf den Chor auswirke. Insbesondere seine einfühlsame Art wird von den Sängern begrüßt und auch die Verlegung der Chorprobe von Donnerstag auf Mittwoch konnte problemlos vollzogen werden. Für den Männerchor Grenzach war das Jahr 2009 ein besonderes Jahr. Nach 41 Jahren traf Rolf Haas als Dirigent zurück und so war seine Verabschiedung bei der Jahresfeier, zu der er nochmals ein herausragendes Konzert zusammengestellt hat, auch der Höhepunkt. 39 Chorproben legten die Grundlage für das gute gesangliche Niveau. "Die aktiven Sänger waren im abgelaufenen Jahr sehr treu", hob Fritz Gerbel lobend hervor. Dies verdeutlichte sich bei der Auszeichnung für guten Probenbesuch. Franz Gehweiler, Reinhard Günther, Kurt Neininger und Werner Stölcklin nahmen für vollständigen Probenbesuch einen Zinnbecher entgegen. Im Durchschnitt kamen 31 Sänger zu den Chorproben. Insgesamt lag man damit bei 81,7 Prozent. Die eifrigsten Probenbesucher waren in den einzelnen Stimmlagen der 2. Tenor (91,2 Prozent) vor dem 1. Bass (83,1 Prozent). Danach folgten der 1. Tenor und der zweite Bass. Unter der Leitung von Dirigent Alejandro Prieto wurde die Mitgliederversammlung mit einem Lied eröffnet und beschlossen, der sich ein gemütlicher Hock anschloss.


Wahl: Bei den Teilwahlen gab es keine Veränderung. 2. Vorsitzender Thomas Herkommer, 2. Kassierer Christof Bayha, 2. Schriftführer Heinz Engelhardt  

 


 

Alejandro Prieto ist Dirigent - Neuer Wind beim Männerchor

Badische Zeitung vom Samstag, 28. November 2009

Alejandro Prieto | Foto: Albert Greiner

GRENZACH-WYHLEN. Seit Anfang November ist Alejandro Prieto neuer Dirigent des Männerchor Grenzach, nachdem sich Rolf Haas nach 41 Jahren bei der Jahresfeier zurückzog. Bereits drei Chorproben fanden inzwischen mit dem Neuen statt und es hat sich gezeigt: Er sowie die Sänger sind bereits gut aufeinander eingestellt und haben einen positiven Eindruck gewonnen. Er hat auch bereits am Altennachmittag seinen öffentlichen Auftritt mit dem Chor, bei dem dieser mit bekannten Melodien, etwa auch dem Badnerlied, die Senioren im Festsaal begeistern konnte.

Wie Vorsitzender Fritz Gerbel, beim Pressegespräch bekundete: "Es sind alle geblieben", und so hofft er auch wie der Neue am Dirigentenpult, dass weitere Sänger, insbesondere auch frühere Sänger den Weg in die künftig jeweils am Mittwochabend ab 19.30 Uhr im Probelokal der Bärenfelsschule angesetzten Proben finden.

Noch ist es ein gegenseitiges Beschnuppern. Doch die Sänger und der Dirigent kennen sich, denn er ist in der Region kein Unbekannter. So leitet er auch den Männerchor Binzen und den Männerchor Zeiningen, welcher schon mehrmals beim Jahreskonzert des Gesangvereins Frohsinn Wyhlen aufgetreten ist, sowie den Corale Concordia in Hésinque im benachbarten Elsass. Der 60-jährige, hauptberufliche Musiker und Dirigent, der mit einer Schweizerin verheiratet ist und in Basel wohnt, stammt aus Chile, wo er ein Gesangsstudium absolvierte. Ein Stipendium am College in der USA gab im die weitere Ausbildung zum Opernsänger, Gesangslehrer und Orchesterleiter. Stuttgarter Kammerchor und Orchester sowie Freiburg waren Stationen seiner musikalischen beruflichen Aktivitäten, bevor er im Jahre 2000 in die Region zog.
 

Seine ersten Kontakte zum Männerchor Grenzach fand er durch die Internetseite des Vereins, die dort einen Dirigenten suchte. Des weiteren wurde er auch vom Obermarkgräfler Sängerbund unter weiteren drei Interessenten vorgeschlagen. Sein besonderes Anliegen ist es, den Männerchor Grenzach nicht nur auf dem guten bestehenden Niveau zu halten, sondern auch der heutigen Zeit entsprechend neues Liedgut einzuüben. Dazu wäre eine personelle Verstärkung wünschenswert und so hofft er, dass sich bei den nächsten Proben bei ihm in Grenzach auch neue Sänger einfinden, die den sehr kameradschaftlichen Kreis verstärken.

 


 

Bewegender Abschied von Rolf Haas

Badische Zeitung vom Freitag, 26.10.2009

GRENZACH-WYHLEN. Zum letzten Mal stand Dirigent Rolf Haas am Samstag bei der Jahresfeier des Männerchors Grenzach am Dirigentenpult. Nach 41 Jahren sagte er "Auf Wiedersehen" und vor allem "danke" an seine Sänger, die über die vielen Jahre des gemeinsamen Singens treu geblieben sind und seine nicht immer leichten Forderungen an das Liedgut mitgetragen haben.

Sein "Danke" galt insbesondere dem Vorsitzenden Fritz Gerbel, mit dem eine tiefe Freundschaft entstanden ist. Abschiedsworte müssen kurz sein, wie eine Liebeserklärung, so formulierte Dichter Theodor Fontane und so hielt es auch Fritz Gerbel. Bereits im vergangenen Jahr, anlässlich der 4o-jährigen Chorleitertätigkeit, hatte er seine Verdienste gewürdigt. Mit seinen Beitritt als Mitglied hatte Rolf Haas schon frühzeitig seine Verbundenheit zum Ausdruck gebracht, so dass er anlässlich des 150-jährigen Bestehens des Vereins im Jahre 1990 zum Ehrenmitglied ernannt wurde. Gerade dieses Jubiläumsjahr hat bewiesen, so Gerbel, dass Rolf Haas sich auch außerhalb der Chorleitertätigkeit mit den Sängern verbunden fühlt. In Erinnerung bleiben die vielen Auftritt, speziell die gemeinsamen Konzerte mit dem Coro Versilia.

Als Präsent zum Abschied erhielt Haas vom Chor einen Gutschein für eine Reise nach Wien sowie einen Gutschein für den zu seiner Gartenbank fehlenden Tisch. Nicht vergessen blieb dabei der Hinweis, dass man an diesem Tisch mit den Sängern auch einmal feiern könnte. Doch das größte Präsent, beim dem Rolf Haas einige Tränen abwischte, war eine großformatige Urkunde, in dem er zum Ehrenchorleiter des Männerchors Grenzach ernannt wurde. Ein besonderes Präsent hatte auch Bürgermeister Jörg Lutz dabei, der im Namen der Gemeinde und des Gemeinderates dem scheidenden Dirigenten Anerkennung aussprach. "Die Ära Rolf Haas war etwas ganz Besonderes", stellte er rückblickend heraus, wovon alle, insbesondere auch die Gemeinde bei vielen Anlässen, profitiert haben. Der gute Ruf des Chors in der Region ist sein Verdienst. Ihn hat er auf ein hohes Niveau gebracht, was auch die Jahresfeier wiederum bewies (wir berichten noch). Mit dem Wappen von Grenzach-Wyhlen würdigte er die Leistungen des Chorleiters.

Für den Patenverein Frohsinn Wyhlen überbrachte deren Vorsitzender Horst Happle die Anerkennung für eine gute Zusammenarbeit, wie etwa das jährliche gemeinsame Klosterhofsingen. Auch Heinz Schwob vom Arbeitermännerchor Pratteln dankte für viele Jahre Zusammenarbeit und erinnerte an Auftritt in der Clara-Kirche und im Haus der Begegnung.

Sichtlich gerührt bedankte sich Rolf Haas für die Ehrungen. Rückblickend auf 41 Jahresfeiern und viele Konzerte, die ein Ausdruck der Verbundenheit mit dem Männerchor sind, bedankte er sich auch beim stets treu gebliebenen Publikum, bei seinen Sängern, die ihm unter Leitung von Vizedirigent Fritz Gerbel mit zwei Abschiedsliedern den letzten Liedergruß boten. Und beim "Ich bin kein Bajazzo" stellte er sich selbst nochmals in die Reihen seiner bisherigen Sängerkameraden.

 


 

Die Aushilfe ist recht lange geblieben

Badische Zeitung vom Freitag, 23.10.2009
 

GRENZACH-WYHLEN. 41 Jahre sind eine lange, eine sehr lange Zeit. So lange leitet Rolf Haas schon den Männerchor Grenzach. Da ist es für den engagierten Chorleiter schon "ein eigenartiges Gefühl", wenn er an sein Abschiedskonzert am Samstag, 24. Oktober, um 19.30 Uhr im Haus der Begegnung denkt. Bei dieser Jahresfeier wird der bekannte Rheinfelder Kantor den traditionsreichen Chor zum letzten Mal dirigieren.

Haas erinnert sich noch gut, wie er 1968 zum Männerchor Grenzach kam. "Ich wurde damals angefragt, ob ich ein halbes Jahr aushelfen könnte, und dann habe ich so lange ausgeholfen bis zum heutigen Tag", schmunzelt der 71-jährige leidenschaftliche Kirchenmusiker, der es nun langsam etwas ruhiger angehen will. Als er den Männerchor Grenzach übernahm, war Haas seit fünf Jahren Kantor an der Christuskirche Rheinfelden, wo er insgesamt 27 Jahre wirkte. Es waren die kulturellen Aufbaujahre, in denen Haas viel kirchenmusikalische Pionierarbeit mit seiner Kantorei geleistet hat. In diese Aufbruchzeit fielen auch seine Anfänge bei den Grenzacher Sängern. Nur musste er in diesem Fall keine Aufbauarbeit leisten, sondern konnte mit einem bestens eingeführten und stimmlich geschulten Chor arbeiten.

"Als ich anfing, hatte der Chor über 50 Sänger", erzählt Haas, "mein Vorgänger Claudius Schauffler hat hervorragende Arbeit geleistet". Sehr viele Sänger sind ebenso lange dabei wie Haas, sind mit ihm älter geworden. Der Altersdurchschnitt im Chor, schätzt Haas, liegt nun bei 68 Jahren. Das Problem, jüngere Sänger zum Mitsingen zu motivieren, teilt der Grenzacher Männerchor mit vielen anderen Männerchören. Heute zählt der Chor rund 36 Sänger nicht nur aus Grenzach-Wyhlen, sondern auch aus Lörrach und Herten, "die eine lange und enge Verbindung zum Chor haben". "Ich habe sehr treue Sänger", weiß Haas die große Menschlichkeit innerhalb des Chors zu schätzen. "Da kümmert sich jeder um den anderen". Diese zwischenmenschliche Harmonie schlägt sich auch im Musikalischen nieder. "Wir sind bekannt für unser schönes Klangbild und die gute klangliche Homogenität", sagt Haas. "Mir geht es in erster Linie um den Chorklang, und der muss ausgeglichen sein".

Als besonders herausragend hat Haas das Jubiläumsjahr zum 150-jährigen Bestehen des Männerchors in Erinnerung. "Das war eine großartige Sache", sagt er rückblickend auf die anspruchsvollen Konzertereignisse in diesem Jubiläumsjahr 1990, zu denen ein Kirchenkonzert mit dem Frauenchor Wyhlen gehörte.

1990 begann auch die Chorfreundschaft mit dem Coro Versilia, die im Zuge der Partnerschaft mit Pietrasanta entstand und 2005 mit einer Urkunde besiegelt wurde. "Fünf Mal haben wir im Dom von Pietrasanta gesungen", berichtet Haas mit leuchtenden Augen. Im Gegenzug waren die italienischen Sänger wiederholt zu Gast in der Doppelgemeinde.

Auf das Repertoire angesprochen, das er mit seinen Sängern in diesen 41 Jahren erarbeitet hat, meint Haas: "Von der Literatur her haben wir eine breite Basis von der Klassik über die Romantik bis zu moderneren Stücken wie dem Entertainer-Rag. Natürlich haben wir viel Schubert im Repertoire, da gibt es berauschend schöne Werke. Schubert hat für einen Männerchor die gleiche Bedeutung wie Bach für die Kirchenmusik". Auch eigene Kompositionen von Haas wurden aufgeführt. Für Haas’ Abschiedskonzert als Dirigent hat der Männerchor auch Liebeslieder aus der Romantik und Gesänge von Mendelssohn-Bartholdy einstudiert. Nur die Gospel-Welle hat der Chor nie mitgemacht, ebenso blieben Musical, Oper und Operette ausgespart.

"Man muss schon wissen, was man den Leuten zumuten kann", sagt Haas, dessen Devise bei den Proben und den Konzerten immer war: "Fordern, aber nicht überfordern".  

 


 

Coro Versilia zu Gast

Gesang stärkt die Partnerschaftsbande

Badische Zeitung vom Freitag, 15.05.2009

Es war ein grandioser Abend: standing Ovations und natürlich eine Zugabe gab es nach dem Auftritt des Coro Versilia im voll besetzten Saal des Hauses der Begegnung.

GRENZACH-WYHLEN. Eingeladen vom Polizeichor in Tübingen, machte der Coro Versilia auch Halt in Grenzach-Wyhlen. Denn wenn man schon einmal in Deutschland wäre, so wolle man auch seinen langjährigen Freunden einen Besuch bei abstatten, so Lino Viviano, der Dirigent des Chores. Kennengelernt hatte man sich vor 19 Jahren, als Grenzach- Wyhlen und Pietrasanta Partnerstädte wurden. Seither besteht eine Freundschaft, 2005 wurde zudem eine Partnerschaft zwischen dem Männerchor Grenzach und dem Coro Versilia begründet. Fritz Gerbel, Vorsitzender des Männerchors, zeigte sich sehr erfreut über den großen Zuspruch. Es sei eine große Freude, den Coro Versilia wieder einmal in Grenzach-Wyhlen begrüßen zu können, betonte Bürgermeister Jörg Lutz.

Mit "Bella Italia" macht der Männerchor Grenzach den Auftakt des musikalischen Reigens beim Freundschaftssingen. Mit weiteren Liedern wie "Unsere Welt träumt vom Frieden" und "Im Rosengarten" setzten das musikalische Programm fort. Mit "Marina", in zwei Versionen, einmal nur gesungen und in zweiter Version von Dirigent Haas am Flügel begleitet beschloss der Chor seinen glanzvollen Auftritt. Ganz dem Wilden Westen aufgemacht hatte sich der Gesangvereinr Frohsinn Wyhlen. Mit musikalischer Begleitung, an der Gitarre Sascha Happle und am Flügel mit Thomas Lustenberger, bot er weitere musikalische Highlights wie "Swannee River", "Take me home country roads" und Golden Western Songs".
 
Die Auftritte des befreundeten Chores aus Italien bildete ein weiterer musikalischer Höhepunkt des Abends. Er führte die Zuhörer mit "Festival Italiano" auf eine musikalische Reise durch die unterschiedlichen Regionen Italiens. Mit "Sul pajon" und "La rivista dell`armamento", gab es Lieder, die vom Leben und den Träumen im Militärdienst handelten. Auch ein Liebeslied wie "Maranino" und ein wohl ewiger Klassiker, das Wiegenlied "Nina Nana" ergänzten das Programm. Es folgten, "Amici miei" und "Kumbaya" und ein fröhliches mexikanisches Volkslied, "De colores". Die begeisterten Zuhörer verlangten nach einer Zugabe, also klang mit "La Montanara" der Abend aus.
Der Coro Versilia beim Aufritt im Saal des Hauses der Begegnung | Foto: Silvia Eismann

 


 

Gesucht – neue Mitglieder

Badische Zeitung vom Samstag, 17. Januar 2009

Trotz Rücktrittsgedanken: Fritz Gerbel führt weiterhin den Männerchor Grenzach.

GRENZACH-WYHLEN (alg). Fritz Gerbel bleibt trotz Rückzugsgedanken für weitere zwei Jahre Vorsitzender des Männerchores Grenzach. Bei der Jahreshauptversammlung nannte er eine kontinuierliche Mitgliederwerbung als Schwerpunkt für das neue Vereinsjahr. Mit derzeit 38 Sängern ist der Chor wohl noch gut besetzt, doch das Durchschnittsalter liegt bei über 70 Jahren. Erfreut zeigte sich Gerbel, dass der Coro Versilia aus der italienischen Partnerstadt Pietrasanta an den Hochrhein kommt und am 14. Mai ein Konzert im Haus der Begegnung geben wird. Gerbel verweis darauf, dass der Männerchor auch beim Slow up vertreten sein wird, außerdem gibt es verschiedene Auftritte, für die Dirigent Rolf Haas dem nächst das neue Liedmaterial vorstellen wird.

Haas, der wegen Erkrankung nicht anwesend war, übermittelte den Sängern einen besonderen Dank für ihren exzellenten Auftritt anlässlich des Chorkonzertes zu seinem 40-jährigen Dirigentenjubiläum im Männerchor Grenzach, das Höhepunkt des abgelaufenen Vereinsjahres war. Rückblickend streifte Fritz Gerbel auch das Regiokonzert mit Frauenchor Frohsinn Grenzach-Wyhlen und Gesangverein Frohsinn Wyhlen. Gerade die Zusammenarbeit unter den Chören hat sich gut entwickelt. Sehr positiv wertete den Probenbesuch mit durchschnittlich 86,9 Prozent. Ohne Fehlprobe blieben Kurt Neiniger und Werner Stöcklin, die je einen Zinnbecher erhielten. Mit einem Weinpräsent wurde den auswärts wohnenden Sänger Hanspeter Lippert, Rudolf Staub und Rolf Haas sowie den Materialverwaltern Bodo Eggeling und Albert Lahmenn gedankt. Mit einem guten finanziellen Abschluss zogen Kassierer Roland Denzer sowie sein Stellvertreter Christof Bayha den Schlussstrich unter ein gutes Vereinsjahr. Ihnen, wie dem gesamten Vorstand, wurde Entlastung erteilt, für die Passivmitglied Horst Happle, der auch gleichzeitig den Dank für den Männergesangverein Frohsinn überbrachte, als Wahlleiter fungierte.


Mitglieder: 38 aktive, 218 passiv

Wahlen: Vorsitzender Fritz Gerbel,Kassierer Roland Denzer, Schriftführer Heinz Vogt, Beisitzer aktiv Bernhard Schippmann, Kurt Neininger, Manfred Muser, Hanspeter Hornung, passiv: Erhard Hafner und Horst Happle, Pressewart Albert Greiner, Materialverwalter Albert Lahmann und Bodo Eggeling.
 


 

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Stand: 25. April 2010