Ein Festabend der schönen Stimmen

Badische Zeitung vom Montag, 10. November 2008

Autor: Jannik Schall

GRENZACH-WYHLEN. In den vergangenen 40 Jahren ist viel passiert: Studentenbewegung, Ölkrise, Mauerfall, Terrorismus, Finanzkrise. Und während sich die Wechselfälle ablösten, hat Rolf Haas als Chorleiter des Männerchors Grenzach vier Jahrzehnte lang kontinuierlich die Sänger mit Erfolg geführt. Um diese außerordentliche Leistung zu ehren, gab der Verein  am Samstagabend ein großes Konzert im Haus der Begegnung in Grenzach. Ein eigens dafür zusammengestelltes Kammerorchester und zahlreiche Solisten sorgten für ein begeistertes Publikum.

Orchester und Männerchor: Ein abwechslungsreiches Programm begeisterte die Hörer. | Foto: Jannik Schall

Um dem Anlass gerecht zu werden, war ein abwechslungsreiches Programm ausgearbeitet worden: Rolf Haas selbst stellte ein Kammerorchester zusammen, das durch verschiedene Solisten ergänzt wurde. Musikalischer Star des Abends war die Querflötistin Sabine Dietrich, die die Zuhörer mit  glasklarem Ton und großem musikalischen Feingefühl verzauberte. Aber auch der Sänger Stefan Geyer, der extra aus Karlsruhe angereist war, überzeugte.

Das Programm enthielt eine ausgewogene Mischung aus traditioneller Chormusik und anspruchsvoller Klassik. Nach einer Sinfonie von Luigi Boccherini stimmte ein Lied mit dem Namen "Gesang verschönert das Leben" auf das Konzert ein. Nach diesem Motto führte Haas das Publikum durch den Abend, ließ mal Hörner und Violinen erklingen, mal 35 kräftige Männerstimmen erschallen. Besonders die jeweilige Besetzung war abwechslungsreich gestaltet: Zu "Der Schutzgeist" von Wolfgang Amadeus Mozart etwa begleitete Haas seinen Chor selbst auf dem Klavier, "Die Himmel rühmen des Ewigen Ehre" von Ludwig van Beethoven wurde vom Chor vorgetragen – mit Unterstützung einzelner Instrumente. 

Auch die Solisten kamen zum Zug, mal mit dem Orchester, mal mit dem Chor zusammen. Auch reine Chorlieder gab es, genauso reine Instrumentalstücke, wie beispielsweise das Andante in C-Dur, KV 315 von Mozart, bei dem Sabine Dietrich mit der Querflöte brillierte. Einen weiteren Höhepunkt des Konzertes bildeten die Eigenkompositionen von Rolf Haas, die beim Publikum sehr gut ankamen. Dabei bewies Haas, dass er nicht nur als Chorleiter, sondern auch als Komponist eine gute Figur macht.

Den zweiten Teil des Abends bestritt die Gesangssektion Riehen. Der befreundete Verein unterhielt das Publikum, während dieses an großen Tischen bewirtet wurde. Nach der anspruchsvoll gehaltenen Musik trug im zweiten Teil lockere Unterhaltungsmusik zu einem gelungenen Abend bei, von dem aus dem Publikum ist zufrieden zu hören war: "Musik, die ans Herz geht."

Der Männergesangsverein blickt indes in die Zukunft, auch mit nachdenkliche Tönen: Besonders jüngere Mitglieder werden gebraucht, damit der 35 Sänger starke Chor gemeinsam singen kann. 

 


 

Ein Musiker mit Leib und Seele

Badische Zeitung vom Montag, 10. November 2008

GRENZACH-WYHLEN (jks). Im Mittelpunkt des gut besuchten Jubiläumskonzertes des Männergesangsvereins Grenzach im Haus der Begegnung am Samstag stand ein Mann: Rolf Haas. Er leitet den Männerchor schon seit 40 Jahren erfolgreich.  Doch auch  Mitglieder gab es zu würdigen – teilweise für 60 Jahre Treue.

Wer Rolf Haas beim Dirigieren zusieht, dem wird schnell klar: Dieser Mann ist Musiker mit Leib und Seele. Dabei kam er damals nur als Aushilfe nach Grenzach, doch es gefiel ihm, und so blieb er. Dass er so lange bleiben würde, hätte er nie gedacht, meinte er.

Hans Wilhelm vom Obermarkgräfler Sängerverband übernahm die Ehrung: "Chorleitung ist kein Zuckerschlecken, sondern harte Arbeit", sagte er aus der Erfahrung als Leiter und als Sänger in verschiedenen Chören. Das Publikum sieht immer nur den Rücken des Chorleiters, doch nie die viele Arbeit, die er im Vorfeld leistet: Die Auswahl der Noten, die ständige Motivation der Mannschaft, die Vorbereitung der Konzerte.

Auch Bürgermeister Jörg Lutz lobte das kontinuierliche Engagement des Dirigenten, aber auch der ständigen Unterstützung seiner Frau zollte man Anerkennung mit einem Blumenstrauß. Rolf Haas erhielt zum 40-Jährigen in Würdigung seiner Verdienste eine massive Granitbank. Sie wurde vom Wunsch begleitet, dass sie dazu beitragen möge, ihn noch stärker in Grenzach zu verwurzeln, dazu gab es einem Reisegutschein, Urkunde und Wein.

Üblicherweise werden Mitglieder bei den Hauptversammlungen gewürdigt. Doch der Männergesangsverein nahm Haas' Jubiläum zum Anlass auch verdiente Förderer des Chores ins Rampenlicht  zu stellen: Kurt Huber und Karl Müller wurden für 60 Jahre Passivmitgliedschaft geehrt, Helmut Markmann und Otto Schlageter erhielten Urkunden für 50-jährige Treue. Weiter wurden ausgezeichnet: Kurt Schlitter, Kurt Hinn, Artur Jakob, Hermann Spathelf, Albert Lahmann und Hanspeter Hornung. 

40 Jahre Dirigent: Hans Wilhelm dankt Rolf Haas (links). | Foto: Schall

 


 

Fröhliche Lieder erklingen im Klosterhof

Fünf Chöre beteiligen sich

Badische Zeitung vom Montag, 07. Juli 2008

FOTO: MARTINA WEBER-KROKER

GRENZACH-WYHLEN (art). Ein buntes und abwechslungsreiches Programm boten die fünf mitwirkenden Chöre beim Klosterhof-Singen, das der Gesangverein Frohsinn Wyhlen am Freitag Abend mittlerweile schon zum 11. Mal veranstaltete. Frohsinn-Vorsitzender Horst Happle freute , die zahlreichen Besucher diesmal bei schönstem Sommerwetter zu diesem gemütlichen Hock im Hof der Himmelspforte begrüßen zu können.

Unter der Leitung von Dirigent Martin Grzelak eröffnete der Gesangverein Frohsinn Wyhlen das Programm mit fröhlichen Liedern wie "Wer hier mit uns will fröhlich sein" und "Aus der Traube in die Tonne" . Der Frauenchor Frohsinn Wyhlen, ebenfalls geleitet von Grzelak, erfreute die Zuhörer mit Beiträgen wie "Der Lindenbaum" und dem georgischen Volkslied "Suliko" . Für Unterhaltung sorgten auch der Männerchor Grenzach, dirigiert von Rolf Haas, sowie der Kirchenchor der katholischen Pfarrgemeinde St. Georg, Wyhlen, unter der Leitung von Barbara Hahn. Schließlich stand auch noch ein Auftritt des Projektchores auf dem Programm, dem Sängerinnen und Sänger des Frauenchors Frohsinn, des Gesangvereins Frohsinn und des Kirchenchores St. Georg angehören. Unter der Leitung von Barbara Hahn erklangen Lieder wie "Nach getaner Arbeit" , "Neigen sich die Stunden" und "Abendruhe — Verklungen ist des Tages" .

 


 

Von froh beschwingt bis ganz feierlich

Beeindruckendes Regiokonzert aus Anlass des 125-jährigen Bestehens des Obermarkgräfler Sängerbundes in der Hochrheinhalle

Badische Zeitung vom Montag, 09. Juni 2008


Von Heinz Vollmar

GRENZACH-WYHLEN. Mit einem bunten Melodienstrauß aus moderner und klassischer Literatur begeisterte am Samstag die Gruppe Hochrhein des Obermarkgräfler Sängerbundes beim Regiokonzert in der Hochrheinhalle.

Das Regiokonzert war Teil der 125-Jahr-Feierlichkeiten des Obermarkgräfler Sängerbundes (OMS), welche in diesem und zu Beginn des kommenden Jahres dezentral im gesamten Einzugsbereich des OMS gebührend gefeiert werden. Die Hochrheinhalle in Wyhlen war am Samstag Veranstaltungsort der Gruppe Hochrhein des OMS, an deren Spitze der Frauenchor "Frohsinn" Grenzach-Wyhlen, der Gesangverein Frohsinn Wyhlen und der Männerchor Grenzach. Zu den eingeladenen Chören zählten die Gesangvereine Minseln und Nollingen, der Männerchor Eichsel, der Gesangverein Eintracht Karsau, der Kammerchor Rheinfelden, der Gesangverein Liederkranz Degerfelden, der Gesangverein Eintracht Herten, der Männerchor Inzlingen sowie der Männergesangverein Warmbach.

Ziel des Regiokonzerts sei es, das vereinsübergreifende Singen als Grundidee im Jubiläumsjahr des Obermarkgräfler Sängerbundes dezentral in Szene zu setzen, so auch Bernd Vollmer vom Präsidium des OMS. Er moderierte am Samstag das Regiokonzert und skizzierte sehr facettenreich die Geschichte des Obermarkgräfler Sängerbundes, die eigentlich gar nicht bestehe, weil sich der OMS lediglich als Dachorganisation aller im Sängerbund vertretenen Chöre verstehe. Gleichermaßen sei die Art und Weise wie man das Jubiläumsjahr musikalisch gestalte eine Herausforderung, der sich die Chöre aber auch das Präsidium des OMS gerne stellen würden.

Den Auftakt des Liederreigens übernahm beim Regiokonzert der Männerchor Grenzach gemeinsam mit dem Gesangverein Frohsinn Wyhlen und dem Männerchor Inzlingen mit traditionellem Liedgut wie dem Jägerchor von Carl-Maria von Weber und dem altbekannten "Chianti Wein" von Gerhard Winkler, während der Gesangverein Frohsinn Wyhlen und der Männerchor Inzlingen mit beschwingter Literatur von Otto Groll in den Jubiläumsabend einführten.

In seiner Begrüßungsrede erinnerte Rudi Grzypek vom Präsidium des OMS an das vielseitige Wirken der im Obermarkgräfler Sängerbund zusammengeschlossenen Chöre, so auch an die kirchenmusikalischen und gesellschaftlichen Aufgaben. In diesem Zusammenhang begrüßte er beim Regiokonzert Vertreter der Geistlichkeit sowie die Bürgermeister Jörg Lutz aus Grenzach-Wyhlen und Erich Hildebrand aus Inzlingen. Als Vertreter von Rheinfelden wurde OB-Stellvertreter Erich Blatter beim Jubiläumskonzert willkommen geheißen.

Klassische deutsche Konzertliteratur präsentierte beim Regiokonzert der Gesangverein Eintracht Karsau zusammen mit dem Kammerchor Rheinfelden, der Männerchor Grenzach glänzte indes mit einem andalusischen Abendlied und einem "Espagna olé" und bewies damit einmal mehr seine sängerische Innovations-und Wandlungsfähigkeit. Von Bravorufen begleitet wurde der Auftritt des Männerchores Eichsel, des Gesangvereins Minseln und des Gesangvereins Nollingen unter der Leitung von Larissa Ivanova. Die engagierte Dirigentin spornte die Sänger zu Höchstleistungen an und mit Liedern "La Montanara" oder "Funicoli Funicola" sprang auch der der Funke auf das Publikum über, welches den Auftritt der Chöre mit lang anhaltendem Beifall begleitete. Seinen Abschluss fand das Regiokonzert mit dem Gesangverein Liederkranz Degerfelden, dem Gesangverein Eintracht Herten und dem Männergesang Warmbach die den "Ungarischen Tanz Nr. 6" , "Klänge der Freude" und dem Evergreen "Conquest of Paradise" vorstellten.

 


 

Noch nie so gut wie in Pietrasanta

Hauptversammlung des Männerchors Grenzach / Thomas Herkommer jetzt Zweiter Vorsitzender

Badische Zeitung vom Samstag, 12. Januar 2008


Von Albert Greiner

GRENZACH-WYHLEN. Mitgliederwerbung sowohl bei den Aktiven wie auch bei den Passiven steht auch im neuen Vereinsjahr des Männerchors Grenzach im Vordergrund. Derzeit beträgt der Altersdurchschnitt der 39 Sänger 68 Jahre. "Wir stehen noch gut da" , so Fritz Gerbel im Blick auf andere Gesangvereine im OMS. Doch zur Zukunftssicherung des Chores muss es das größte Anliegen sein, die Mitgliederzahl wieder nach oben zu bringen.

Einen positiven Aspekt gab es am Donnerstagabend bei der Hauptversammlung im "Löwen" : Thomas Herkommer löste Erhard Hafner ab, der inzwischen 75-jährig nach 16 Jahren das Amt des Zweiten Vorsitzenden nicht mehr ausüben will, sondern künftig als Beisitzer mittut. Wiedergewählt wurden der zweite Schriftführer Heinz Engelhardt sowie der zweite Kassierer Christof Bayha. Ausblickend ging Fritz Gerbel auf den Slow-up am 21. September sowie die Organisation und Mitwirkung zum 125-jährigen OMS-Bestehen ein, das am 7. Juni in der Hochrheinhalle zusammen mit dem Gesangverein Frohsinn Wyhlen und dem Frauenchor Frohsinn veranstaltet wird.

Bei der Jahreshauptversammlung des Männerchors Grenzach konnte der Vorsitzende Fritz Gerbel auf ein überaus erfolgreiches Jahr zurückblicken. Dabei hatte vor allem die fünftägige Reise nach Pietrasanta einen besonderen Stellenwert. Neben den freundschaftlichen Begegnungen war vor allem das Konzert im Dom, das zusammen mit dem Coro Versilia ein Höhepunkt. "Wir waren noch nie so gut" , bestätigte auch Dirigent Rolf Haas in seinem Dank an die Sänger. Fleiß, Engagement und Idealismus konstatierte er bei Sängern und Vorstand. Insgesamt fanden im abgelaufenen Jahr 39 Chorproben statt, die mit durchschnittlich 87 Prozent einen ausgezeichneten Zuspruch fanden. Nie gefehlt haben Elmar Kirchner, Hans Grell, Kurt Neininger und Reinhard Günther. Mit einem Weinpräsent bedankte sich Gerbel bei den auswärts wohnenden Sängerkollegen Hanspeter Lippert, Rudolf Staub, Rolf Haas sowie bei den Materialverwaltern Bodo Eggeling und Albert Lehmann. Mit einem zufriedenstellenden Kassenbericht zog Kassierer Roland Denzer den Schlussstrich unter das abgelaufene Jahr.

 


 

Stand: 24. Januar 2010