GRENZACH-WYHLEN (ama). Offensichtlich einiges kosten lassen haben sich die Grenzach-Wyhlener Gesangsvereine ihr gemeinsames Frühlingskonzert. Auch diesbezüglich eingangs verhalten kritische Stimmen ließen sich aber im Konzertverlauf überzeugen, dass der Einsatz gelohnt hatte.
Immerhin war vom Feinsten, was das 20-köpfige Kammerorchester aus Berufsmusikern unter der Leitung von Rolf Haas den gut 300 Besuchern der Wyhlener Hochrheinhalle zu bieten hatte. Speziell der Initiative des engagierten Dirigenten des Grenzacher Männerchors waren Programm und Ausgestaltung des Abends zu danken. Präsident Fritz Gerbel fasste den allgemeinen Eindruck abschließend unter großem Beifall treffend zusammen: "Wir haben mit diesem Orchester einen ganz guten Fang gemacht." Schade eigentlich nur, dass die drei Chöre, neben dem Männerchor der Gesangverein "Frohsinn" Wyhlen, und der Frauenchor gleichen Namens, beide unter der Leitung von Martin Grzelak, jeweils im Wechsel mit dem Orchester auftraten.
Die Begleitung der Pianistin Martina Moritz-Burger entschädigte dafür bei Werken wie Mendelssohn-Bartholdys "Maiglöckchen" und Schuberts Lied von der Nachtigall, die doch ohne Flügel kaum denkbar wären. Das Programm baute sich beginnend mit Tommaso Albionis Konzert für zwei Oboen, Streicher und Basso continuo auf. Nach einer Einlage der beiden Männerchöre, unter anderem Carl Maria von Webers "Die Sonn' erwacht" und Robert Schumanns "So sei gegrüßt", setzte das Kammerorchester ein zweites Mal mit Luigi Boccherini ein. Felix Mendelssohn-Bartholdy und Johannes Brahms kamen danach vom Frauenchor "Frohsinn". Nach der Pause folgte mit dem Auftritt des Solo-Hornisten Heiner Krause in Mozarts Konzert in Es-Dur für drei Hörner, zwei Oboen und Streicher ein Höhepunkt des Abends. Wilhelm Heinrichs fröhliches Tanzlied "Cekolina", interpretiert von den beiden Männerchören, leitete in den geselligen Teil des Abends über.
GRENZACH-WYHLEN (alg). Fünfzig aktive Sänger sind seit Jahren das Ziel des Vorsitzenden des Männerchors Grenzach, Fritz Gerbel. Und ganz utopisch ist der Wunsch nicht, denn es konnten elf neue Mitglieder, darunter auch zwei jüngere, in den Verein aufgenommen werden, der nun 43 Sänger im Chor zählt.
Geworben wurden die "Neuen" hauptsächlich durch die Sänger selbst. Für Dirigent Rolf Haas sind vor allem die gute menschliche Atmosphäre und die Harmonie im Chor sowie die reibungslose Zusammenarbeit mit Vorstand und Chor die herausragenden Merkmale, die er bei der Hauptversammlung herausstellte. Dieses Zusammengehörigkeitsgefühl habe sich durchaus positiv auf die Gesangsleistung ausgewirkt. Für das Jahr 2003 kündigte er unter anderem am 24. Mai ein gemeinsames Konzert mit dem Gesangverein Frohsinn Wyhlen und dem Frauenchor in der Hochrheinhalle an. Auf seiner neuen Homepage (www.maennerchor-grenzach.de.vu) stellt sich der Verein und seine Aktivitäten in diesem Jahr vor.
Vorsitzende Fritz Gerbel könnte sich vorstellen, die bisher gezeigte Aktivität noch etwas zu verstärken. Doch im zurückliegenden Jahr war er mit dem Probenbesuch zufrieden, denn er lag bei 86,9 Prozent (im Vorjahr 87,7 Prozent). Alle Proben wurden von Werner Neuschütz, Reinhard Günther und Kurt Neininger besucht.
Bei den Teilwahlen gab es folgendes Ergebnis: Vorsitzender Fritz Gerbel, Kassierer Roland Denzer, Schriftführer Heinz Vogt, Aktivertreter Bernhard Schippmann, Kurt Neininger, Hanspeter Hornung und Manfred Muser, Passivertreter Karlfrieder Markstahler und Horst Happle. Das Amt des Pressewart verbleibt bei Albert Greiner.
In seinen Rückblick sprach Fritz Gerbel von einem erfolgreichen Vereinsjahr, wobei er die die Jahresfeier zusammen mit dem Coro San Martino aus Pietrasanta als Höhepunkt kennzeichnete. Aber auch das Freundschaftssingen im Haus der Begegnung fand eine ausgezeichnete Resonanz. Einen besonderen Stellenwert nahm die fünftägige Reise nach Pietransanta mit dem das gemeinsame Konzert zusammen mit dem Coro Versilia und dem Coro San Martino im dortigen Dom ein.
Mit einem guten Kassenabschluss, in dem ein "Plus" zu Buche stand, beschloss Kassierer Roland Denzer den Rückblick auf 2002. Ihm sprachen die Kassenrevisoren Karlfrieder Markstahler und Eckert Polzin ein besonderes Lob für seine hervorragende Kassenführung aus. Es sei ein gutes Jahr gewesen, in dem vieles geleistet wurde und in dem die Namen Grenzach und Grenzach-Wyhlen auch nach Außen gut repräsentiert wurden, so das Fazit Fritz Gerbels zum Abschluss der Jahreshauptversammlung. Sie wurde die traditionsgemäß mit einem Lied eröffnet und beschlossen.